Blütenhonig – der Nektar der Blüten
Der süße Saft der Blüten, der Blütennektar ist die Grundlage für jeden Blütenhonig. Echter Honig wird von Honigbienen produziert, die den Nektar aus den Blüten sammeln oder vielmehr saugen. Die Grundlage dafür kann aber ganz unterschiedlich sein. Lindenblüten, Fenchelblüten, Löwenzahn, Buchweizen, Rapshonig oder doch eine Mischung aus verschiedenen Sorten? Die Möglichkeiten beim Blütenhonig sind sehr vielfältig und damit gibt es auch Unterschiede bei der Farbe, beim Geschmack und beim Geruch. Die Herstellung durchläuft jedoch eigentlich immer die gleichen Schritte. Darüber hinaus ist der Honig der Blüten wohltuend – kristallisiert aber auch schneller aus, als es beim Waldhonig der Fall ist.
Besonderheiten vom Blütenhonig
Das Besondere am Blütenhonig ist die Herstellung aus Blütennektar durch Honigbienen. Echter Honig kann nur durch Honigbienen und die Entnahme von einem Imker produziert werden. Da die dafür benötigten Blüten und Pollen immer im Frühling und im Sommer gesammelt werden, wird dieser Honig häufig auch als Sommerblütenhonig bezeichnet. Dieser Honig kann hell oder dunkel sein. Genau hängt das von den Blütenpollen und vom Nektar der jeweiligen Pflanzen ab. Davon hängen dann auch der Geschmack und die Inhaltsstoffe ab. Blütenhonig schmeckt ganz besonders gut als Brotaufstrich oder im Tee. Der zumeist sehr süße Honig kristallisiert sehr schnell aus, wenn der Imker nach der Entnahme nicht den Honig regelmäßig rührt. Durch dieses Rühren wird der Honig cremig und wird nicht so schnell hart.
Eine weitere Besonderheit ist, dass dieser Honig immer unterschiedlich schmeckt. Jedes Glas wird ein wenig anders sein. Mal dominiert eine Pflanzenart besonders und mal schmeckt niemand so genau heraus, welcher Honig wirklich gesammelt wurde. Im Gegensatz zu einzelnen Sorten kommt der Honig nicht nur in einzelnen kleinen Regionen vor. Vielmehr ist es fast überall in Deutschland möglich, genau den Honig der Blüten mit unterschiedlichen Schwerpunkten zu erhalten. Viele Kenner schwenken irgendwann zu einem feinen Sortenhonig um. Doch der klassische und nicht weiter getrennte Blütenhonig schmeckt vor allem zwischendurch immer sehr gut.
Die Herstellung vom echten Blütenhonig
Für den Honig sammeln die Bienen den Blütennektar und die Pollen der blühenden Blumen und Sträucher. Sehr beliebt dafür sind zum Beispiel die blühenden Rapsfelder oder Akazien. Honigbienen haben die Angewohnheit, eine Blumenart so lange anzufliegen, bis kein Nektar und keine Pollen mehr vorhanden sind. Durch Enzyme machen die Honigbienen den Nektar haltbar und verarbeiten diesen dann im Nest weiter zu Honig. Der Imker entnimmt den Honig aus den Waben, schleudert diesen, rührt ihn und verarbeitet ihn dann weiter. Bei einem Honig aus mehreren Sorten muss der Imker den Zeitpunkt der Entnahme nicht so genau abpassen wie bei einem sortenreinen Honig.
Der Honig kann übrigens aus ganz Deutschland gewonnen werden. Oft dominiert beim Blütenhonig eine bestimmte Blütensorte. Dabei kann es sich um Wildblumen genau wie um Raps oder Löwenzahn handeln.
Die Inhaltsstoffe vom Blütenhonig
Der Honig der Blüten besteht zwar zu einem großen Teil aus Zucker aber es handelt sich um Zucker, der eher gesund ist. In Massen sollte Blütenhonig auch nicht verzehrt werden. Insgesamt beträgt der Zuckeranteil rund 80 Prozent. Doch in gewissen Mengen ist der Honig gerade bei Erkältungen und Entzündungen wie im Halsbereich sehr wohltuend. Das Immunsystem wird gestärkt und die enthaltenen Proteine und Enzyme sind ebenfalls gut für den menschlichen Körper. Ganz im Gegensatz zu weißem Kristallzucker handelt es sich daher um eine gesunde und mit Vitaminen und Mineralstoffen angereicherte Süßungsmöglichkeit.
Zu den Inhaltsstoffen zählen:
- Wasser (nicht mehr als 17 Prozent)
- Zucker wie Glucose (etwa 30 Prozent) und Fructose (etwa 40 Prozent)
- Proteine
- Enzyme
- Mineralstoffe
- Vitamine
- Aminosäuren
Die gesunden Inhaltsstoffe vom Honig können Hitze nicht vertragen. Bei hohen Temperaturen kommt daher kein Honig in den Tee. Sonst werden diese Inhaltsstoffe zerstört und können ihre Wirkung nicht mehr erzielen. Also keinen Blütenhonig in einen sehr heißen Tee geben. Besser ist es, den Tee abkühlen zu lassen. Erst wenn diese nicht mehr ganz so heiß ist, kommt der Honig dazu.
Blütenhonig kaufen – sortenrein oder nicht?
Eine ganz große Frage ist immer, ob es sich um einen sortenreinen Honig handeln soll oder nicht. Blütenhonig wird auch so unter diesem Begriff im Handel verkauft. Eigentlich handelt es sich um einen Oberbegriff. Wird nur der Oberbegriff verwendet, dann befinden sich verschiedene Blütenarten in diesem Honig. Es können also zum Beispiel Teile vom Raps genau wie von der Linde enthalten sein. Findet keine strikte Trennung nach einzelnen Sorten statt, wird ein allgemeiner Honig gekauft.
Wenn man einen Blütenhonig kaufen möchte, sollte man sich im Klaren sein, dass es sich hierbei um keine spezielle Sorte handeln muss, sondern um das Zusammenspiel mehrerer Sorten. Dafür müsste die Unterscheidung noch genauer stattfinden. Aus diesem Grund ist das allgemeine Blütenhonig kaufen auch noch recht günstig. Kostspielig wird es erst dann, wenn eine genaue Sorte gekauft wird. Dabei kann es sich zum Beispiel um einen Rapshonig oder um einen Lindenblütenhonig handeln. Diese sind direkt deutlich seltener und teurer. Klassischer Blütenhonig aus mehreren Sorten schmeckt aufgrund der variierenden Inhaltsstoffe und Bestandteile immer etwas anders. Beim Kauf ist es daher vor allem wichtig auf die Inhaltsstoffe und auf die Herkunft zu achten. Ideal ist in jedem Fall der Kauf von einem Bio-Honig. Dann stimmen auch die Bedingungen für den Honig.
Fazit: Der süße Saft des Sommers
Entzündungshemmende Wirkung und kleiner Helfer bei Erkältungen – genau das kann Blütenhonig auch. Doch darüber hinaus schmeckt der süße Honig der Sommerblumen auch auf einem Brot, in einem warmen Tee oder zu vielen Desserts. Der Honig ist leicht zu gewinnen und kann vom kompetenten Imker sehr gut entnommen werden. Komplizierter wird es erst, wenn ein sortenreiner Honig das Ziel ist. Denn dann müsste der Imker sehr genau aufpassen und genau wissen, wann der Zeitpunkt zum Entnehmen des Honigs gekommen ist.
Dann sind die einzelnen Sorten edler, deutlich teurer und wesentlich seltener. Es handelt sich beim Blütenhonig somit um einen Oberbegriff für mehrere Honigsorten als auch um einen Honig, der aus dem Nektar verschiedener Blüten besteht. Im letzteren Fall handelt es sich wohl um den in Deutschland am bekanntesten und günstigsten Honig. Allerdings lohnt es sich bei diesem Honig immer, auf eine Bio-Qualität zu achten.